Holzratgeber

Holz ist ein einzigartiger Werkstoff und weist viele Merkmale auf, die kein anderes Material bieten kann. Jeder Baum, jede Holzart verfügt über ganz spezifische Eigenschaften, die zum unverwechselbaren Charakter beitragen. Unterschiede in Farbe und Struktur, in der Maserung, im Gewicht und in der Härte sprechen für die Natürlichkeit und Lebendigkeit von Holz. Dadurch wird jedes Produkt zu einem Unikat. Hinzu kommt ein ganz entscheidender Vorteil, den andere Werkstoffe nicht haben: Holz wächst immer wieder neu und ist somit ein Wunder an Nachhaltigkeit. Unser Holzinfo möchte Ihnen den Werkstoff näher bringen und interessante Details zu unseren Produkten liefern.

Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft

Damit diese Nachhaltigkeit bestehen bleibt, beziehen wir unser Holz für Spielgeräte und andere Gartenaccessoires ausschließlich aus deutschen und europäischen Waldbeständen und verzichten aufkostbare und exotische Tropenhölzer. Denn diese werden oft nur einmalig geerntet und nicht wieder aufgeforstet. Dadurch gehen jeden Tag große Flächen an Wald verloren, die nicht wiederhergestellt werden. Stattdessen verwenden wir Holz von Douglasien, Kiefern und Fichten, die aus einer verantwortungsvollen, nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammen und mit dem FSC-Siegelausgezeichnet sind. Unser Holz ist CO2-neutral, wiederverwertbar und legt keine langen Transportwege zurück wie Hölzer aus Fernost oder Tropenregionen. In stabilen Abmessungen und sonstigen geeigneten Spezifikationen stellt es das optimale Ausgangsmaterial für unsere soliden und langebigen Klettergerüste und andere Gartenspielgeräte dar.

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist ein internationaler und gemeinnütziger Zusammenschluss von Umweltverbänden, sozialen Organisationen, fortschrittlichen Forstbetrieben und holzverarbeitenden Unternehmen. Ihr Ziel ist es, dem Raubbau an Holz entgegenzuwirken und weltweit eine verantwortungsvolle und nachhaltige Waldbewirtschaftung zu etablieren, ohne dass bei der Holzqualität Abstriche gemacht werden müssen. Das FSC-Siegel erhalten nur Produkte, die einer solchen verantwortungsvollen Bewirtschaftung entstammen. Unser Holz für Spielgeräte stammt nahezu ausschließlich aus einer nachhaltigen und streng kontrollierten Forstwirtschaft. Detaillierte Informationen, welche Holzart und Holzqualität wir verwenden, finden Sie in den jeweiligen Artikelbeschreibungen unseres Sortiments.

Holz ist ein Naturprodukt - vielfältig und einzigartig

Jede Holzart hat ihre spezifischen Eigenheiten, ihre Vor- und Nachteile. Der Mensch hat auf dieses Naturprodukt im Gegensatz zur Erzeugung von anderen Baumaterialien wie Stahl oder Kunststoff so gutwie keine Einflussmöglichkeiten. Er kann lediglich für einen bestimmten Einsatzzweck zwischen verschiedenen Hölzern wählen und das Geeignetste aussuchen.

Das Team von Gartenpirat legt aber größten Wert auf eine sorgfältige Auswahl der verwendeten Massivhölzer, was ich in der Weiterverarbeitung beim Zuschneiden und Hobeln fortsetzt. Bei der Qualität und Stabilität machen wir keine Abstriche, damit Ihre Kinder über viele Jahre Spaß an ihren Spielgeräten im Garten haben.

In Deutschland unterliegen Holzwerkstoffe für das Bauwesen bestimmten DIN-Normen. So sind zum Beispiel als Hölzer für Spielgeräte die Güteklassen II und III geeignet. In der Praxis wird von den meisten Herstellern jedoch eine Holzqualität der Güteklassen I und II verwendet. In den folgenden Abschnitten liefert unser Holzinfo Erklärungen für einige Merkmale und Eigenschaften, die jede Holzart mit sich bringt bzw. nach längerem Gebrauch aufweist, ohne dass sich dies negativ auf die Holzqualität auswirken muss.

Harzaustritt und grüne Salzausblühungen

Manche Bäume wie Kiefer, Fichte, Douglasie oder Lärche bilden besonders viel Harz. Dies kann nach der Verarbeitung vermehrt austreten, was aber der Holzqualität nicht schadet. Sie können das Harzeinfach auf mechanischem Wege oder mit einem handelsüblichen Harzentferner beseitigen. Kesseldruckimprägnierte Hölzer weisen manchmal grünliche Ausblühungen an der Oberfläche auf.

Diese stammen von den Schutzsalzkristallen, die bei der Imprägnierung tief in das Holz gepresst werden und während der Trocknungsphase zusammen mit Harz wieder austreten. Sie lassen sich mit Schleifpapier oder einem rauen, feuchten Schwamm entfernen oder verschwinden nach einiger Zeit durch Witterungseinflüsse von selbst.

Äste und Astlöcher

Jede Holzart hat auf Grund ihrer Herkunft und ihrer wachstumsbedingten Eigenschaften eine andere Maserung und eine unterschiedliche Anzahl und Größenordnung an Ästen, die bei bearbeitetem Holz auch als Astlöcher bezeichnet werden und den jeweiligen Produkten ein individuelles Erscheinungsbild geben. Es kann vorkommen, dass sich an den Astbereichen Ausrisse bilden oder Äste vor allem an Kanten ausschlagen. Dies hat aber keine Verminderung der Stabilität des Holzes zur Folge.

Rissbildung

In Außenbereichen ist Holz verschiedensten Witterungseinflüssen ausgesetzt. Hitze, Frost, Regen und UV-Strahlung wirken sich je nach Holzart unterschiedlich aus und können gelegentlich für eine Rissbildung sorgen. Diese fällt je nach der herrschenden Luftfeuchtigkeit mehr oder weniger stark aus. Manche Risse schließen sich im feuchten Herbst nach längerer, sommerlicher Trockenheit wieder. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass die Festigkeit und Sicherheit von Holzkonstruktionen durch solche natürlich entstehenden Risse nicht beeinträchtigt wird. Die DIN Norm 4074 erlaubt Risse unter einem Viertel der Dicke oder Länge eines Balkens, ohne dass dadurch die Statik beeinträchtigt wird - sie sind im Grunde nur ein anschauliches Beispiel dafür, dass Holz ein lebendiger Werkstoff ist und auch nach dem Schlagen, Bearbeiten und selbst nach der Imprägnierung noch arbeitet.

Faserausrisse und raue Stellen

Produktionsbedingt kommt es bei einigen Holzarten an der Oberfläche manchmal zu rauen Stellen oder Hobelschlägen, die trotz aller Sorgfalt bei der Fertigung nicht vermieden werden können. Sie entstehen meistens in den Astbereichen oder bei Holzfasern, die gegen die Bearbeitungsrichtung verlaufen. Solche rauen Partien oder leichten Faserausrisse lassen sich mit Schleifpapier leicht entfernen und schaden der Holzqualität in keinster Weise.

Ausfransungen an Bohrlöchern

Bohrlöcher für Schrauben werden an unseren Produkten für eine leichtere Montage bereits werkseitig vorgenommen. Dabei können an den Rändern kleine Riss- und Splitterbildungen auftreten, die aber in der Regel durch die Schrauben oder durch Unterlegscheiben verdeckt werden und keinen Reklamationsgrund darstellen.

Leichte Differenzen bei Abmessungen

Holz lebt. Auch wenn es längst geschlagen und verarbeitet wurde, bewirken die natürlichen Eigenschaften von Holz, dass es unter Witterungseinflüssen zu leichten Veränderungen bei den Abmessungen der Profile in der Stärke, Breite und Länge kommen kann. Sie beweisen, dass Holz Umwelt- und Witterungseinflüssen standhält. Die Abweichungen hängen von der Feuchtigkeit des jeweiligen Holzelementes ab und können unter Umständen bis zu 10 % betragen. Ein Zusammenziehen oder Ausdehnen kann auch durch eine zu trockene oder zu feuchte Lagerung verursacht werden.

Vergrauung der Holzoberflächen

Witterungseinflüsse und UV-Strahlung verursachen in Außenbereichen, dass der natürliche Farbtonvon Holz sich mit der Zeit verändert und in mehr oder weniger starke Grautöne verwandelt. Beidruckimprägniertem Kiefern- oder Lärchenholz setzt dieser Prozess zum Teil innerhalb weniger Monate ein. Manche Holzarten bekommen dadurch allerdings eine durchaus schöne, silbergraue Patina mit einem ganz eigenen Reiz, ohne dass die Qualität der Produkte darunter leidet.

Wenn Sie das ursprüngliche warme Aussehen des Holzes erhalten wollen, können Sie es auf verschiedene Art und Weise behandeln. Dafür eignen sich Holzöle oder spezielle Schutzlasuren. Letztere gibt es auch in zahlreichen Farben, mit denen Sie zum Beispiel Klettergerüste für Kinder noch attraktiver gestalten können. Achten Sie darauf, dass Sie für die Veredelung ein Produkt kaufen, das auf die zu behandelnde Holzvariante abgestimmt ist.

Keine Angst vor Schimmel!

Wenn Holz frisch mit einem Holzschutzmittel imprägniert wurde, kann es zu einer Schimmelbildung an der Oberfläche kommen, die als weißer Pflaum sichtbar wird. Die Ursache dafür ist, dass die Holzelemente aufeinander gestapelt und zum Schutz gegen Transportschäden auch noch verpacktwerden und nicht mehr atmen können. Dieser weiße Schimmel lässt sich einfach abwischen und tritt nicht mehr auf, wenn Ihr Artikel erst einmal aufgebaut ist, denn dann kann das Holz wieder atmen.

Anders sieht es aus, wenn der Schimmel in schwarzen Flecken auftritt. Dieser kann langfristig zu Schäden führen. Sollten Sie einmal derart befallene Elemente vorfinden, informieren Sie uns umgehend, damit wir diese kostenlos ersetzen können, denn das entspricht nicht unserem Qualitätsstandard.

So schützen wir unser Holz

Die Natürlichkeit von Holz als Werkstoff hat leider auch eine Schattenseite. Wird es nicht einer chemischen Schutzbehandlung unterzogen, droht im Garten oder in Außenbereichen allgemein der Befall mit Fäulnis oder mit Pilzen, die das Holz langfristig zerstören. In der Natur ist dieser Prozess durchaus erwünscht, um abgestorbene Bäume zu zersetzen und wieder dem Wertstoffkreislauf zuzuführen.

Wir möchten jedoch, dass unsere Produkte eine lange Lebensdauer haben und ihren Besitzern über viele Jahre hinweg Freude bereiten. Deshalb lassen wir das Holz für Spielgeräte, Gartenmöbel, Zäune etc. mit einer aufwändigen Kesseldruckimprägnierung schützen. Bei diesem Verfahren wird ein Holzschutzmittel unter extrem hohem Druck in das Holz hineingepresst. Schäden durch Insekten oder Moderfäule werden dadurch ebenfalls vermieden.

Unser bevorzugter Lieferant verwendet dafür Wolmanit CX-10, ein chromfreies Imprägniermittel, das keine Gefährdung für die Gesundheit und die Umwelt darstellt und qualitativ zu den hochwertigsten Produkten auf dem Markt zählt. Der zur BASF-Gruppe gehörende Hersteller Dr. Wolman führt ständig Tests und Kontrollen durch, um die Qualität der Imprägnierung gleichmäßig und dauerhaft gewährleisten zu können.

Warum wir auf Wolmanit CX-10 setzen

Wolmanit CX-10 ist ein Holzschutzmittel, das auf der Basis von Kupferhydroxidcarbonat (Cu-HDO) und Borsäure hergestellt wird und auf eine Beimischung giftiger Materialien wie Chrom oder Arsen verzichtet. Durch seine Eigenschaften wirkt es vorbeugend gegen Pilze und Insekten, die das Holz auf Dauer zerstören können. Um Bauteile aus Holz vollständig zu schützen, wird Wolmanit CX-10 mit einem großtechnischen Kessel-Vakuum- oder einem Wechseldruckverfahren tief in den Werkstoff hineingepresst. Welches Verfahren jeweils zum Einsatz kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Holzart, seine Feuchtigkeit zum Zeitpunkt der Behandlung, der spätere Verwendungszweck und die gewünschte Eindringtiefe. Die Vorschaltung einer Vakuumphase dient dazu, vorhandene Luft aus dem Holz herauszuziehen, um die Verteilung des verwendeten Holzschutzmittels zu optimieren.

Wolmanit CX-10 ist offiziell vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen (Zulassungsnummer Z-581-1386). Im Rahmen der allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfungen wurde es auch vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) amtlich bewertet. Der Hauptbestandteil Cu-HDO wurde vielfach und umfassend auf toxikologische Wirkungen untersucht. Diese Tests, durchgeführt nach internationalen OECD-Standards, haben ergeben, dass Kupferhydroxidcarbonat weder krebserregend, noch erbgut- und fruchtschädigend oder allergieauslösend ist.

Die in Wolmanit CX-10 enthaltenen Salze sind aber nicht nur unter den Aspekten Gesundheit und Umweltpositiv zu beurteilen, sondern auch in Bezug auf ihren ausgezeichneten Schutz der Holzqualität.Deshalb eignet sich das Mittel besonders für Hölzer, die im Garten- und Landschaftsbau verwendet werden. Holz für Spielgeräte, Gartenmöbel, Sichtschutzelemente, Beeteinfassungen, Pflanzpfähle, Uferbefestigungen und viele andere Dinge im Außenbereich werden durch Wolmanit CX-10 dauerhaft gegen Pilz- und Insektenschäden geschützt.

Das Mittel findet auf Grund seiner guten Eigenschaften auch Verwendung beim Holzbau in Innenbereichen, beispielsweise für die Behandlung von Balken und Latten von Dachstühlen. Denn auch eine Geruchsbelästigung wurde bei normalem Gebrauch bisher nicht festgestellt. Dazu kann es allenfalls bei der Lagerung größerer Mengen vor allem von frisch imprägniertem Holz kommen. Eine Gefahr für die Gesundheit durch das Schutzmittel besteht aber auch in solchen Fällen nicht.

Sie sollten allerdings beachten, dass eine eventuelle Entsorgung von Hölzern, die mit Wolmanit CX-10 behandelt wurden, nur auf energetischem Wege erlaubt ist, sprich: Sie müssen einer amtlich genehmigten Verbrennungsanlage zugeführt werden. Eine Entsorgung in Kompostieranlagen kommt wegen gültiger Umweltauflagen nicht in Frage.

Anstriche, Lackierungen und Lasuren

Das von Gartenpirat verwendete Holz ist nach der Kesseldruckimprägnierung hervorragend gegen Umwelt- und Witterungseinflüsse geschützt. Sie müssen es also nicht extra streichen, lackieren oder lasieren, um es noch haltbarer machen. Allerdings können Sie es natürlich aus optischen Gründen mit Farben aufhübschen, um es kinderfreundlicher aussehen zu lassen. Verwenden Sie dann aber offenporige Lasuren oder spezielle Dauerschutzfarben, die das Holz atmen lassen und eine Zertifizierung nach DIN EN 71 Teil 3 vorweisen können, denn solche Farben sind für die Gesundheit der Kinder wie für die Umwelt unbedenklich. Vor dem Streichen macht es sind, das Holz mit Schleifpapier zu behandeln. Das Aufrauen bewirkt, dass die Farben besser halten und Verschmutzungen beseitigt werden.

Hat Ihnen unsere Holzinfo geholfen?

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserer Holzinfo Ihre Kaufentscheidung bei Gartenpirat erleichtern können. Wenn Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne ausführlich.