Vergessene Kinderspiele - Teil 4

Kinder-Hüpfspiele:

- Seilspringen
- Bockspringen
- Schnecke
- Kreishüpfen

 

Seilspringen

Vergessene Kinderspiele - HüpfenTeddybär, Teddybär dreh Dich um…Teddybär, Teddybär mach dich krumm…Erinnern Sie sich noch, wie Sie mit Ihren Nachbarskindern stundenlang Seil gesprungen sind? Es gibt wohl kaum ein anderes Kinderspiel, das so eine Karriere hingelegt hat. Vom Schulhof in die Wettkampfarena. Heute wird Seilspringen in vielen Vereinen als Wettkampf- oder Freizeitsport angeboten. Es gibt sogar Welt- und Europameisterschaften im sogenannten „Rope Skipping“. Seit 2013 ist Seilspringen sogar eine Disziplin des Deutschen Sportabzeichens. Man unterscheidet zwischen drei Disziplinen: Einzelspringen, Wheel, und Double Dutch. Aber zurück zu den Anfängen: Man vermutet, dass holländische Auswanderer das Spiel nach Amerika exportiert haben. Dort und auch in Europa wurde es als Kinderspiel viele Jahrzehnte auf Straßen und Schulhöfen gespielt. Man kann natürlich alleine hüpfen. Mehr Spaß macht es aber zu dritt. Zwei schlagen das Seil, ein Dritter steht in der Mitte und springt. Zum Beispiel bei „Teddybär, Teddybär, dreh dich um“ muss der Springer sich im Sprung um 180 Grad drehen, „Teddybär heb ein Bein“, auf einem Bein hüpfen, „Mach einen Gruß“, so hoch wie möglich springen. Bei „Teddybär, wie alt bist Du“ muss der Springer sein Alter springen.

Bockspringen

Das Bockspringen geht nahezu immer und überall. Vorausgesetzt man ist mindestens zu zweit. Ein Kind stellt sich nach vorne gebückt hin, stützt die Hände an den Beinen ab. Wichtig ist ein sicherer Stand. Der andere Mitspieler springt mit Anlauf oder ohne mit gegrätschten Beinen über den Rücken. Als nächstes bückt sich das gerade gesprungene Kind und das nächste springt drüber. Und so weiter. Das kann endlos gehen und macht viel Spaß. Das Bockspringen soll bereits seit dem Mittelalter bekannt sein und war lange Bestandteil des Sportunterrichts an Schulen. Der Begriff ist auf den Sprung eines Bocks zurückzuführen.

Schnecke

Beim Spiel „Schnecke“ wird ein Spielfeld in Form einer Schnecke mit Kreide auf den Asphalt gemalt. Also eine Linie, die einen immer größer werdenen Kreis beschreibt. Das dadurch entstandene Schneckenhaus unterteilt man durch Querstriche in 10 Felder. Los geht’s mit der Eins, in der Schneckenmitte steht die Zehn. Mitspieler müssen versuchen, von Feld zu Feld zu hüpfen, ohne dabei die Linien zu berühren. Ähnlich wie im Spiel „Himmel und Hölle“. Es gibt dabei verschiedene Spielvarianten. Variante 1: Der Spieler hüpft den Schneckenweg vom Kopf nach innen und stößt dabei einen Stein mit dem Fuß vorwärts. Weder Fuß noch Stein dürfen die rechte oder linke Wegrandlinie berühren. Im Mittelpunkt darf er ausruhen, dann geht es wieder zurück. Variante 2: Der Stein wird vom Anfang der Reihe nach in die Felder geworfen. Das Feld, in dem der Stein liegt, wird überhüpft.

Kreishüpfen

Das Kreishüpfen ist auch ein prima Spiel für draußen. Alle Kinder stellen sich in einem Kreis auf. Jeder Mitspieler steht in einem Ring. Man kann sich auch Kreise auf den Boden malen. Auf Kommando hüpfen alle Kinder los und versuchen, die Ringe schnellstmöglich wieder zu besetzen. Ein vorher bestimmter Fänger muss versuchen, den einzigen freien Ring zu erwischen. Sobald der Spieler es geschafft hat, den freien Platz zu ergattern, muss die Person in die Mitte, die nicht aufgepasst hat und nicht in den Ring gehüpft ist.
 

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